Gehörst Du auch zu denjenigen, die sich der Faszination der kleinen Tasten-maschinen, genannt "Keyboards" nicht mehr entziehen können? Wenn ja, dann haben wir schon eine Gemeinsamkeit.
Ich, der Tasten-Schnuffi, möchte Dir dabei helfen, die ersten Schritte auf diesem Gebiet zu unternehmen.
Du hast noch keine musikalische Ausbildung? Kein Problem, hier findest Du die ersten wichtigen Tipps zum Erlernen, wie man auf einer Keyboard-Tastatur spielt.
Du weißt noch nicht, was für ein Keyboard, Mikro oder Lautsprecher Du Dir anschaffen willst. Kein Problem, ich sage Dir, auf was es ankommt.
Damit Musik machen bald zu Deiner Leidenschaft wird!
Wuff! - Dein Tasten-Schnuffi!
Wir fangen zunächst mit den sogenannten Endstufen an, bevor wir zu den Lautsprechern kommen.
Eine Endstufe ist nämlich die treibende Kraft einer Musikanlage. Sie werden ans Mischpult angeschlossen und besitzen als stereofähiges Gerät zwei unabhängig voneinander arbeitende Verstärker für die Stereosumme aus dem Mischpult.
Die Leistung einer Endstufe wird in Watt gemessen. Je höher
der Wert umso leistungsfähiger ist eine Anlage. Endstufen beginnen
in der Regel bei 2 x 75 Watt und enden bei ca. 2 x 2500 Watt. Für
kleinere Auftritte in Kneipen oder ähnlichem kommt man mit 2 x 500
Watt schon recht gut aus.
Außerdem nimmt eine Endstufe Einfluß auf die Frequenzgänge
von 20 – 20000 Hz.
Die unterschiedliche Qualität von Endstufen spiegelt
sich in der Verarbeitung wieder. Endstufen müssen stabil und erschütterungsfrei
sein, unterschiedliche Temperaturschwankungen aushalten können und
integrierte Schutzschaltungen enthalten, die z.b. bei Überhitzung
eigenständig die Leistung drosseln.
Leuchtdioden warnen vor dem sogenannten „Clipping“, dem Übersteuern
des Verstärkers. Auch das Eingangssignal der Boxen lässt sich
über Endstufen regeln.
Die Leistung einer Endstufe ist auch abhängig von der
Qualität der Boxen, die an sie angeschlossen sind.
Hier muß noch ein Wert erklärt werden, der der Impedanz von
Boxen.
Impedanz bezeichnet den elektr. Wechselstrom-Widerstand, den ein elektrisches
Bauteil oder eine Schaltung einem Wechselstrom bestimmter Frequenz entgegensetzt.
Der Zusammenhang zwischen Verstärkerleistung und Widerstand der angeschlossenen
Boxen lässt sich in der physikalischen Gleichung: Leistung=
Spannung²: Widerstand ausdrücken.
Je höher also der Widerstand der Boxen ist umso geringer ist die
Leistung der Endstufe. Hier kann man also schon im Vorfeld durch kluges
Rechnen Fehlinvestitionen vermeiden. Endstufe und Box sollten in ihren
Leistungsmerkmalen aufeinander abgestimmt sein.
Der Anschluß an Leistungsendstufen besteht aus einer
symmetrischen Signalführung mittels dreipoliger
XLR-Verbindungen. Daneben gibt es auch asymmetrische Anschlüsse
bei einigen Endstufen.
Am anderen Ende, also an der Box gibt es verschiedene Anschlussformen.
Entweder auch eine XLR-Verbindung oder auch 6,3 mm Klinkenbuchsen oder
auch sogenannte Speakon-Verbindungen. Die sind besonders praktisch weil
sie durch eine Drehung in der Buchse arretiert werden.
Hier gilt ebenso die Regel, Box und Endstufe gut aufeinander abzustimmen.
Manchmal kommt man nicht drumherum, selbst ein entsprechendes Kabel anzufertigen.
Wie hatte mal unser Altbundeskanzler Kohl gesagt: „Entscheidend
ist was hinten rauskommt...“ – das gilt mit einem Unterschied
auch für eine Live-Band. Damit es nicht nach hinten losgeht muß
es nach vorne richtig krachen. D.h. die Qualität der Lautsprecherboxen
ist ein entscheidendes Merkmal gutklingender Live-Auftritte.
Neben dem Speaker in der Lautsprecherbox ist auch das Gehäuse ein
wichtiger Faktor bei der Frage, wie gut die Komponenten einer Musikanlage
zusammenklingen.
Verantwortlich dafür, dass überhaupt etwas aus Lautsprechern herauskommt ist die eingebaute Membran, die in Schwingungen versetzt wird und somit einen Schalldruck erzeugt. Die Membran ist unterschiedlich groß und kann somit unterschiedliche Frequenzbereiche ansprechen. Für den Speaker unterscheidet man drei unterschiedliche Arten von Boxen, die aus den verschiedenen Frequenzbereichen resultieren:
| Bezeichnung | Frequenzbereich (Hz) | Membrangröße in Zoll |
| Bass/Tiefen | 20 - 250 | 12, 15, 18 |
| Mitten | 250 - 3500 | 5 - 6.5, 8 |
| Höhen | 3500 - 20 000 | 1, 1.5, 2 |
Also benötigt man für einen guten Sound aus jedem
der drei Bereiche gute Boxen.
Entweder man nimmt für jeden Frequenzbereich eine eigene Box oder
man greift auf das mittlerweile ganz gut ausgebaute Angebot von 2-Wege-Boxen
zurück. Diese haben Bass- und Hochtöner in einem integriert.
Damit die entsprechenden Frequenzbereiche sich nicht überschneiden
werden so genannte Frequenzweichen eingesetzt. Diese enthalten Filter,
die dafür sorgen, dass unerwünschte Frequenzanteile eines Klanges
von einem Speaker zurückgehalten werden.
Diese Filter gibt es logischerweise für alle 3-Bereiche. Tiefpass-Filter
für Bässe, Bandpass-Filter für die Mitten und Hochpass-Filter
für die Höhen.
Bezeichungen wie Boxen-Stacks oder Full-Range-System sagen
Dir, dass es sich dabei um solche Art von Kombinationen handelt wie oben
beschrieben. Was diese im einzelnen zu bieten haben, muß man im
Detail klären, da unterscheidet sich System von System.
In der Praxis haben sich für Bands, die mit eigener Musikanlage spielen,
sogenannte Aktiv-Stacks bewährt. Die Boxen enthalten interne Verstärker,
sind mit ein paar Leuten leicht aufzubauen und passen leicht in jeden
Bandbus.
Wenn es nicht so groß sein soll, kommen auch Subwoofer in Frage. Sogenannte Sub-Bässe (20 – 120 Hz) werden vom restlichen Frequenzspektrum abgekoppelt und von separaten Bass-Boxen wiedergegeben. Die restlichen Boxen werden meist auf Ständern befestigt.
Neben der Wattzahl, die eine Aussage über die Leistung
(Lautstärke) einer Box gibt ist auch der Schalldruck,
dessen Pegel in dezibel angegeben wird, ein wichtiges Kriterium bei der
Auswahl der richtigen Musikanlage. Die Angabe bezieht sich auf ein Messverfahren,
bei dem per Mikrofon der Druck während der Zufuhr von 1 Watt Leistung
in 1 m Abstand gemessen wird.
Das sieht in der technischen Anleitung einer Bass-Box z.B. so aus: 99
dB/ 1W /1m.
Bei den Hochtönern liegt der Dezibelwert um etwa 10 Punkte höher.
Mit der richtigen Auswahl einer Box kann man schon dafür sorgen,
dass man nicht unnötig in überdimensionierte Endstufen investieren
muß.
Achtung Musiker: Euer Gehör ist in Gefahr!
Wer kennt das nicht?
"Probe vorbei, Konzert zu Ende, Gig gelaufen - Du verlässt die Bühne,
den Proberaum und hast ein scheußliches Klingeln in den Ohren."
"Das passiert jedem mal, geht ja auch gleich wieder vorbei!" hört man
dann oft von den Betroffenen.
Was ist passiert?
Wenn Schallpegel lauter als 90 Dezibel werden, schädigen sie das menschliche
Innenohr bei längerer Einwirkungszeit. Tritt so eine Schädigung auf, meldet
sich das Ohr mit einem Pfeifen oder Rauschen, dem so genannten Tinnitus.
Wie funktioniert Hören?
Im Innenohr des Menschen sitzen sog. Haarsinneszellen. Sie sind zuständig
für das Umsetzen und Weiterleiten der Schalleindrücke in das Gehirn. Haarsinneszellen
können nicht unterscheiden, ob Musik oder Explosionslärm im Ohr ankommen
und reagieren deshalb auf alles in gleicher Weise empfindlich. [...]
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