Gehörst Du auch zu denjenigen, die sich der Faszination der kleinen Tasten-maschinen, genannt "Keyboards" nicht mehr entziehen können? Wenn ja, dann haben wir schon eine Gemeinsamkeit.
Ich, der Tasten-Schnuffi, möchte Dir dabei helfen, die ersten Schritte auf diesem Gebiet zu unternehmen.
Du hast noch keine musikalische Ausbildung? Kein Problem, hier findest Du die ersten wichtigen Tipps zum Erlernen, wie man auf einer Keyboard-Tastatur spielt.
Du weißt noch nicht, was für ein Keyboard, Mikro oder Lautsprecher Du Dir anschaffen willst. Kein Problem, ich sage Dir, auf was es ankommt.
Damit Musik machen bald zu Deiner Leidenschaft wird!
Wuff! - Dein Tasten-Schnuffi!
Da es nun mal so viele unterschiedliche Hersteller von Keyboards
gibt brauchte es natürlich wieder einmal ein Standardisierungsverfahren
um die Möglichkeit zu haben, MIDI-Files auf jedem beliebigen Keyboard
abspielen zu können.
Das sogenannte Standard-Midi-File-Format (SMF) sorgt dafür, dass
die von einem Sequenzer aufgezeichneten Midi-Daten nach einer bestimmten
Ordnung kodiert und gespeichert werden, wodurch der Austausch mit verschiedenen
Keyboards über Diskette erst möglich wird.
Symbol,
daß anzeigt, daß ein Gerät MIDI-Fähig ist.
Das bedeutet aber noch nicht, dass eine auf mit Gerät A erstellte Sequenz auf Gerät B exakt gleich klingt. SMF ist lediglich ein Format für eine MIDI-Sequenz. Damit die Songs auf unterschiedlichen Systemen zumindest ähnlich klingen, dafür sorgt der General MIDI Standard, kurz GM. Durch die standardisierte Organisation von Klängen, Drumsets und Effekten und anderen technischen Voraussetzungen gerät ein GM-Klangerzeuger erst in die Lage sich mit anderen Geräten auszutauschen.
Es gibt im Moment zwei Daten-Formate, die man unterscheiden muß.
1. SMF 1: Die Sequenzerdaten sind auf einzelnen Midi-Kanälen
getrennt gespeichert
2. SMF 2: Die Sequenzerdaten sind nur auf einem einzigen Midi-Kanal gespeichert
Je nach Keyboard unterscheiden sich die eingebauten Sequenzer und ihre Möglichkeit Midi-Files zu interpretieren. Deshalb sollte man sich schon vorab informieren, welches Format vom Keyboard unterstützt wird.
Natürlich wird auch auf diesem Gebiet kräftig gefeilt
und an Verbesserungen gearbeitet.
ROLAND als ein führender Hersteller von Keyboards entwickelte in
diesem Zusammenhang das GS und YAMAHA, ebenfalls bekannter Keyboard-Hersteller,
das XG-System.
GS-Symbol
von ROLAND
Das GS-System baut auf dem GM-Standard auf, die Anzahl der
Klänge und Drumsets wurde aber erhöht, wobei zwischen Capital-Tones
(entspricht den 128-GM-Klängen) und Sub-Capital-Tones unterschieden
wird.
Die Sub-Capital-Tones sind wie der Name schon vermuten lässt, Varianten
der Capital-Tones.
Außerdem lassen sich die Klänge in bestimmten Parametern editieren,
wie Resonanz, Vibrato, Attack-Time etc.
Ganz ähnlich gelagert ist die Erweiterung XG von Yahama.
XG-Logo
von YAMAHA
Auch da lassen sich die Sounds in Soundbänken organisieren, Effekte der Klangerzeugung werden spezifiziert und die Klangparameter lassen sich einfacher in Echtzeit kontrollieren.
Was MIDI im Detail bedeutet erfahr ihr im folgenden Abschnitt: MIDI
MIDI steht für die Abkürzung Musical Instrument
Digital Interface. Dabei handelt es sich in der Realität
um eine sogenannte serielle Schnittstelle, mit Hilfe dessen es möglich
ist, dass zwei Musikinstrumente oder ein Musikinstrument und ein Computer
miteinander kommunizieren können. Heutzutage hat sich die Anzahl
an Gerätschaften, die mittels MIDI miteinander kommunizieren können
beträchtlich erhöht. Auch Gitarren, Mischpulte oder Lichtanlagen
haben MIDI-fähige Schnittstellen und lassen sich so miteinander verbinden.
Was passiert bei der Kommunikation zwischen einem Musikinstrument und
der MIDI-Schnittstelle?
Nun, die MIDI-Schnittstelle bekommt vom Musikinstrument Informationen
z.B. wenn ich eine Taste auf dem Musikinstrument anschlage. Dann werden
die Nummer der Taste (nicht die Tonhöhe) und die Stärke des
Anschlages an das MIDI-Gerät übermittelt.
Es werden aber keine Audio-Signale übertragen. Sollte man also mehrere
MIDI-Geräte miteinander verbinden benötigt man in der Regel
auch ein Mischpult, an dem die Audio-Ausgänge der Geräte angeschlossen
werden sowie die entsprechenden Audio-Kabel (Cinch oder Klinkenstecker).
Damit die MIDI-Gerätschaften auch wirklich miteinandern
kommunizieren können benötigt es natürlich auch entsprechender
MIDI-Kabel und der Hardware, dem MIDI-Interface. Dies besteht in der Regel
aus drei 5-poligen DIN-Buchsen. Diese 3 Buchsen haben die Bezeichnung
„IN“ „OUT“ und „THRU“. Die Buchsen
am Keyboard tragen den gleichen Namen.
Wir werden gleich praktisch sehen, was „IN“ „OUT“
und „THRU“ bedeutet, hier aber schon mal die Erklärung
in der Theorie:
„IN“ = Empfang von anderen MIDI-Geräten
„OUT“ = Senden von Signalen an andere MIDI-Geräte
„THRU“ = über diesen Eingang einkommende
Signale werden elektronisch kopiert und an andere Geräte weitergeleitet.
Dadurch können mehrere Geräte miteinander verbunden werden.
Der Sender schickt Informationen an den Empfänger, der macht eine
Kopie davon und sendet die Daten weiter an ein drittes Gerät usw.
Frontansicht einer MIDI-Din-Buchse: Pin 1 und 3 sind nicht belegt. Pin
2 führt Masse. Pin 4 und 5 sind signalführend.
MIDI-Kabel sollten wegen Störungen wie Signalverzerrung
nicht länger als 15 Meter sein.
Achtung: die 5-poligen MIDI-DIN-Buchsen und die dazugehörigen Kabel
können leicht mit den normalen Hifi-Überspielkabeln verwechselt
werden. Viele Hersteller bieten solche Hifi-Kabel sogar als MIDI-Kabel
an. Die Hifi-Kabel können jedoch bei langen Kabelverbindungen und
komplexen MIDI-Systemen zu Problemen führen. Grund: Sie sind nicht
zwei-, sondern vierpolig angeschlossen, die 4 Leitungen sind nicht verdrillt
und gemeinsam abgeschirmt, sondern jede hat eine eigene Abschirmung.
Um die Geräte richtig anzuschließen muß man des weiteren unterscheiden zwischen Sender und Empfänger. In der Regel sendet man die Signale von einem Keyboard zum Computer. Dann schließt man das MIDI-Kabel am Keyboard an die „OUT“-Buchse und am Computer an die „IN“-Buchse. In diesem Fall kommt man auch ohne MIDI-Interface aus, sofern der Computer nur Empfänger bleiben soll. Ansonsten liegt das MIDI-Interface dazwischen, die Anschlüsse bleiben dieselben nur das man am MIDI-Interface den Eingang „THRU“ wählt. Dann können sowohl Signale vom Computer ans Keyboard als auch umgekehrt gesendet werden. So sieht’s praktisch aus:

Was man als Techniklaie darüber hinaus wissen sollte,
ist, dass ein MIDI-System über 16 Kanäle verfügt. Das heißt
praktisch, das man auf 16 separaten Kanälen Informationen über
einzelne Instrumente senden kann. So kann man also 16 Instrumente separat
ansprechen wenn man will. Voraussetzung dafür ist, dass die MIDI-Kanäle
zwischen Empfangs- und Sendegerät übereinstimmen. Eine zugegebenermaßen
nicht immer leichte Aufgabe diese Zuordnung zu finden.
Das MIDI-System ist nach oben erweiterbar. Das ist dann sinnvoll, wenn
man mehrere MIDI-fähige Geräte miteinander verbinden will.
Nicht alle Geräte besitzen alle 3-MIDI-Buchsen, ein Masterkeyboard
hat meistens nur MIDI-OUT-Buchsen. Wenn Ihr mehr darüber erfahren
wollt, empfehle ich Euch, sich an einen Fachhändler zu wenden.
Wie schon beschrieben, ist ein MIDI-Gerät in der Lage auf sechzehn einzelnen Kanälen zu senden. D.h. man kann z.B. 16 verschiedene Instrumente ansprechen. Wenn eine MIDI-Nachricht vom Sender zum Empfänger gesendet wird, dann wird auch eine Information darüber ausgegeben welchen Kanal diese Information zugeordnet ist. Damit wird auch nur dieser Kanal angesprochen und damit z.B. dieses Instrument.
Die ganze Übertragung hängt aber davon ab, in welchem Modus sich das MIDI-Gerät befindet.
Unterschieden wird zwischen:
Omni-Mode: Auf allen 16 MIDI-Kanälen wird gesendet
und empfangen, kein einzelner ist auswählbar.
Poly-Mode: Jedem Empfangsgerät wird ein bestimmter
Kanal zugewiesen, es arbeitet nur, wenn Du auf dem gleichen Kanal vom
Master-Keyboard aus sendest.
Mono-Mode: Geräte mit diesem Mode können gleichzeitig verschiedene Sounds auf verschiedenen Kanälen erzeugen.
Je mehr MIDI-Geräte miteinander verbunden werden sollen umso größer
sollte das MIDI-Interface sein. Allerdings gibt es Grenzen, die auch ein
noch so großes MIDI-Interface nicht beheben kann.
Für weitere Details empfehle ich den Rat eines ortsansässigen
Fachhändlers oder im Internet in entsprechenden Foren zu suchen.